Archiv für den Tag: 16. Juli 2026

…wenn Erinnerungen Stufen in den Himmel wären…

Marita Czepa kauft seit 12 Jahren kein Papier mehr, sondern malt und zeichnet ausschließlich auf gefundenen Papieren und auch ausschließlich aus umweltverträglichen Gründen mit Aquarellfarbe, Bleistift und Buntstiften. In der Wohnung findet sie vieles, worauf und was sie zeichnen kann. Wie z.B. diese handschriftliche Abschrift meiner Mutter eines Sinnspruches auf einem Werbeblockzettel der TWS mit dem singenden Engel, der verträumt einen Kerzenhalter hält. Ein weiteres Sammelstück in ihrer Serie „Archäologie der Zukunft“.

Hier geht es ans Eingemachte

Einwecken war ganz wichtig bei meiner Mutter und meiner Großmutter. Oben auf den Kellerregalen stehen auch noch die alten Einwecktöpfe samt Thermostaten. Gebrauchsfertig. Man könnte gleich loslegen. Sabine Kybarth malt die letzten übrig gebliebenen Gläser mit Eingemachtem, es berührt mich sehr. Wunderschön!

Zwischenstand der Installation „Ins Vergessen gewebt „

Meine konzeptionelle Installation „Ins Vergessen gewebt“ setzt sich mit dem Thema Nachlass – Loslassen auseinander und geht der Frage nach, was mit den Dingen geschieht, die Menschen nach ihrem Weggehen hinterlassen. Ausgangspunkt ist eine zurückgelassene Wohnung mit den Gegenständen eines gelebten Lebens, die ich als Arbeits- und Erfahrungsraum nutze. Möbel und Objekte werden dort wie auf einer Bühne arrangiert und zum Teil künstlerisch bearbeitet, sodass ein Zustand zwischen Erinnerung, Abwesenheit und Vergessen sichtbar wird. Aktuell befinde ich mich am dritten Arbeitstag und plane für die weitere Ausarbeitung des Konzepts noch etwa zwei zusätzliche Tage ein. Farbe muss trocknen, die Gegenstände arrangiert werden, meine Malerei, drei Arbeiten für die Wand , müssen noch fertig gemalt werden.